Die Hundestaffel

A-Kurs Anfängerkurs

Der Kurs bezieht sich hauptsächlich auf die Ausbildung des Hundes.

 

Ausbildungsziel:

Hundeführer: Bestandene ÖBRD-Kurse laut Aufnahmebestimmungen, gute Kenntnisse in lebensrettenden Sofortmaßnahmen, gute Führung des Hundes, richtiger Einsatz des Hundes auch bei Wind und störenden Einflüssen, richtige Reaktion auf das Verhalten des Hundes.

Hund: Auffinden eines etwa 80 cm tief vergrabenen Menschen innerhalb eines Suchbereiches von ca. 20 x 50 m auf einem künstlichen oder natürlichen Lawinenfeld mit sicherer Anzeige des Hundes (Größe des Übungsfeldes hängt natürlich von der gegebenen Möglichkeit ab).

Freudig und mit Temperament soll das 4-Phasen-System durchgespielt werden. Das Übungsfeld soll anfangs klein und in der Folge bis ca. 20 x 50 m ausgedehnt werden. Die Vergrabungstiefe soll anfangs nicht mehr als 30 cm betragen. Erst bei sichtbarem Erfolg kann tiefer eingegraben werden. Es ist besonders darauf zu achten, daß der Sucherfolg durch Lockerschnee nicht zu leicht gemacht wird (z.B. Löcher mit festeren Schneeschollen verschließen - kein Eis). Das Figurantenloch soll nicht als Schneehaufen sichtbar sein, sondern sich der Suchfeldoberfläche anpassen. Alte Vergrabungslöcher sollen nicht leer zugeschüttet werden. Wenn die oder der Helfer das Suchfeld verläßt, dann soll jeder eine andere Spur wählen, um Trampelpfade zu vermeiden. Die "Opfer" über genaues Verhalten zum Hund aufklären und besonders mit der Leckerbissengabe zögern (nicht wahllos füttern). Es muß gleich anfangs auf richtigen Einsatz des Hundes bezüglich Wind, auf möglichst wenig Ablenkung und auf richtige Reaktion des Führers geachtet werden.

Phasenerweiterungen dürfen erst dann gemacht werden, wenn die vorhergegangene Arbeit erfaßt wurde. Bei Schwierigkeiten in irgend einer Phase soll die Wiederholung erst nach einer Pause gemacht werden

Wenn die Arbeit erfaßt wurde, soll der Führer zur weiteren Übung zur Angewöhnung eine Kurzsonde und eine Schaufel mittragen.

Die Helfer sind über richtiges Vergraben aufzuklären, niemals darf Rückenlage des Figuranten geduldet werden.

 

Die Lawinenhundeausbildung

1. Allgemeines

a) Als Ziel der Ausbildung für Hund und Mann gilt der Einsatz um Menschenleben!

Jeder Versager, der seine Ursache in mangelnder Eignung oder Ausbildung hat, wiegt hier ungleich schwerer, als etwa ein solcher auf hundesportlichem Gebiet. Die Lawinenschule ist demnach keine sportliche Betätigung , sondern eine Berufsschulung zum Zwecke der alpinen Winterrettung.

Mann und Hund müssen durch ihr Auftreten während des Einsatzes jene Zielsicherheit und Zuversicht ausstrahlen, die alle hoffnungsfroh aushalten läßt, bis die Aufgabe erfüllt ist.

Diese Aufgabe lautet: Menschen dem Weißen Tod zu entreißen!

b) Die Lawinenhundeausbildung erfolgt in Fachkursen. Der Zeitmangel derselben bringt es zwangsläufig mit sich, daß der angehende Lawinenhundeführer nur in die Materie der Lawinenhundeausbildung eingeführt wird. Der Lawinenhundeführer hat in seinem Standort, Sommer wie Winter, nach den erlernten Methoden mit seinem Hund zu üben, will er einen verläßlichen Lawinenhund sein Eigen nennen.

c) So wie der Hund, muß auch der Führer lawinen- und einsatzfachlich geschult werden. Der Lawinenhundeeinsatz erfordert unbedingt die "Zweieinigkeit" - Führer - Hund (Verstand - Nase). Jeder auf sich allein gestellt, ist auf verlorenem Posten.

Der Führer darf nie ein Hundeführer schlechthin, er muß ein alpiner Hundeführer sein. Daraus geht hervor, daß der Lawinenhundeführer unbedingt alpine Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen muß, die er, gleich seinem Hund, das ganze Jahr über zu vervollkommnen hat.

d) Die Grundschule für den Rohhund ist das Erlernen des Suchens von Menschen . (=Grundkenntnisse in der Lawinen- / Vermißtensuchausbildung)

Die Fortbildungsschule umfaßt die Steigerung der Suchschwierigkeiten auf der Lawine (Vergrabungstiefe, große Suchfelder u. dgl.).

Die Einführung der Vermißtensuche nach verschütteten Personen im Erdbeben- oder Katastrophengebiet wird eigens behandelt.

 

2. Die Grundschule einer Lawinenhundeausbildung

Ausbildungsprinzip

Der Hund, seine Sinnesorgane und Triebe werden wie folgt dem Menschen nutzbar gemacht:

a) Der Herr verläßt das Meutetier und verschwindet im Schnee. Damit wird der Meutetrieb des Hundes auf höchste Alarmstufe gebracht. Der Hund verliert seinen Kameraden, den er über alles liebt. Er beginnt vor Aufregung zu zittern und zu jaulen, er versucht sich loszureißen, um möglichst bald seinem Herrn folgen zu können. Das Suchfieber, das einmalige Interesse für die Aufgabe ist somit entfacht. Dem Hund ist die schönste Aufgabe gestellt worden, die es für ihn geben kann, er darf seinen Herrn suchen.

b) Der Hund wird endlich losgelassen, er stürmt in Richtung Herrn davon, wobei sich der fein ausgeprägte Geruchssinn der hundlichen Nase in Tätigkeit setzt. Der Hund hat seinen geliebten Meuteführer gewittert. Es ist dies eine wohltuende, wohlriechende Witterung, die er unter tausenden herauskennt.

c) Diese Witterung ist wohl da, an einem Platz konzentriert, doch ist der Herr noch immer außer Reichweite, da er unter einer Schneedecke liegt. Fast jeder Hund ist von Natur aus ein leidenschaftlicher Graber. (Er gräbt Knochen aus und ein, er gräbt den Mäusen nach). Der saftigste Knochen verblaßt neben der geliebten Herrwitterung, die da wolkenweise aus dem Schnee strömt. Also - lustige Grabarbeit zum Herrn!

d) Wiedersehensfreude, verbunden mit zusätzlichem Lob, Kraulen, Leckerbissen oder Beute, Hundeseele, was willst du noch mehr?

Nach den Erziehungsgrundsätzen reagiert der Hund nur auf schmerzliche und wohltuende, schlechte und gute Empfindungen und darauf stellt er sein Handeln ein. Da nun der Hund bei jedem Sucherfolg auf der Übungslawine immer einen Leckerbissen oder eine Beute vorfindet und stürmisches Lob erntet, betrachtet er die Suche unter dem Schnee bald als seine liebste Tätigkeit, die er stets als wohltuende Empfindung in hundlicher Erinnerung hat.

Wenn der Hund soweit gebracht wurde, daß er vor jedem unmittelbaren Sucheinsatz vor Eifer und Suchfieber zittert und mit frohem "Geläute" wegstürmt, dann ist er richtig zur Lawinenarbeit erzogen worden.

 
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