Alpinmedizinischer Grundkurs

Alpinmedizinischer Grundkurs I

Am Freitag den 06. April trafen sich die angehenden Bergretterinnen und Bergretter die aus fast allen Talschaften des Landes auf den Kurs kamen, das Ausbildungsteam unter Leitung von Dr. Christian Bürkle und Harald Hugl, beim Schwimmbad in Frastanz-Felsenau für den 3 tägigen Alpinmedizinischen Grundkurs auf der Feldkircher-Hütte.

Nach kurzem Zwischenstopp in Amerlügen ging es in gemeinsamer Fahrt mit den Bergrettungsfahrzeugen hoch zur Feldkircher-Hütte. Hier erfolgte Einweisung und Vorstellungsrunde durch Christian an die Kursteilnehmer und anschließend der Zimmerbezug.
Am frühen Freitagabend gab es dann das 5. Kursmodul in der Grundausbildung die Ausbildung zum Einsatzfahrer. Mit der sogenannten Blaulichtschulung hat unser Landesfahrzeugwart German Nachbauer von Beruf Fahrzeugsachverständiger die jungen Leute über alle Rechte und Pflichten sowie die physikalischen Gegebenheiten bei Einsatzfahrten unterrichtet.
Nach der Blaulichtschulung kam die Medizin zum Zug es folgte eine Einführung in die Medizinische Gerätekunde welche in der Bergrettung im Einsatz sind. Von Raphaela Dünser erhielten die Bergrettungsleute einen Vortrag über Internistische Notfälle die im Gebirge eine ganz andere Qualität des Notfalls darstellen als irgendwo im Tal.

Am Samstag startete der Tag nach dem Frühstück mit medizinischen Fachvorträgen. Durch die jungen Sportarten wie Mountainbiking oder E-Biking und die folgenschweren Verletzungen ist die Bergrettung gefordert. Dr. Michael Harkamp referierte in seinem Vortrag über Schädelverletzungen und Wirbeltraumata und deren Folgen. Der Nachmittag war geprägt von praktischen Übungen wie Traumacheck / Notfallcheck und Reanimation und Wundversorgung. Am Abend war nochmals Konzentration angesagt mit dem Vortrag Psychische Belastungen für Einsatzkräfte von Alexander Stoiser. Der kameradschaftliche Teil kam ebenfalls nicht zu kurz und die Kursteilnehmer waren bis spät in die Nacht bei der einen oder anderen Nachbesprechung oder beim Jassen.

Der Sonntag war Vortrags.- und Prüfungstag, Lawinenmedizin war zu früher Stunde das Thema von Dr. Joachim Oeding. Nach dem Vortag ging es raus an die Praxisstationen hier mussten die jungen Bergretterinnen und Bergretter anhand von realistischen Übungsszenarien, wie sie überall bei uns im Lande vorkommen können, das Gefahrenmoment richtig einschätzen die Notfallsituation richtig beurteilen und die Patienten optimal Erstversorgen und für Abtransport vorbereiten.

Unser Dank gilt unserem kompletten Experten und Ausbildungsteam den Wirtsleuten der Feldkircher-Hütte Veronika Lins und Jürgen Flatz für die gute Bewirtung und der Güterweggenossenschaft Amerlug für die Wegbenützung zum Vorderälpele.
Wir möchten uns ebenfalls bei unserem Partner dem Roten Kreuz für die realistische Unfalldarstellung und den Medien für die wirklichkeitsnahe Darstellung der Szenarien bedanken.
Unseren Dank möchte ich auch an die Ortsstellen und deren Ausbildungsteams hinaustragen, sie haben sehr gute Vorarbeit geleistet und gut ausgebildete motivierte Leute auf den Kurs geschickt.
Ohne das gemeinsame mitwirken aller hätte der Kurs so nicht stattfinden können.
Wir wünschen allen KursabsolventInnen alles Gute und kommt immer wieder gesund nach Hause.

Harald Hugl
Kursleiter