Einsatzgeschehen 2017

Die Bergrettung zieht Bilanz zum Einsatzjahr 2017

Der Wintertourismus in Vorarlberg ist anhaltend hoch und auch der Sommertourismus boomt. Die vermehrten Tätigkeiten in unserer Bergrettung spiegeln sich auch in den Einsatzzahlen der Bergrettung wider.

Wenn es um die rasche und effiziente Hilfe im unwegsamen und alpinen Gelände geht, steht die Bergrettung Vorarlberg parat und hilft allen Verunglückten, Vermissten oder sonst in Not geratenen Menschen mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Aber auch sonstige Hilfeleistungen, wie zum Beispiel Tierbergungen werden durch die Bergrettung durchgeführt.

Im Jahr 2017 wurden im bodengebundenen Rettungsdienst 774 (plus von 7,65%) Einsätze mit einem Zeitaufwand von knapp 14.800 Stunden (plus von 55,3%!) abgewickelt und dabei 797 Personen versorgt, gerettet oder geborgen. Vor allem mehrtägige Suchaktionen im Sommer 2017 führten zu einem sprunghaften Anstieg beim Zeitaufwand.

Unsere Hundeteams der Such- und Lawinenhundestaffel und unser Mantrailer waren 135mal im Einsatz (plus von 18,42%) um nach vermissten oder verschütteten Personen zu suchen.

Die Bergrettung Vorarlberg zeichnet auch für die Flugrettung verantwortlich. Von zwei Stützpunkten aus wurden mit den Notarzthubschraubern Christophorus 8 und Gallus 1 im Jahr 2017 1.283 Einsätze geflogen (plus von 19,35%). Davon wurden 829 Einsätze durch den ganzjährig betriebenen C8 und 454 Einsätze durch den saisonal betriebenen Gallus 1 geflogen. Zwei Drittel der Flugrettungseinsätze fallen in den Bereich der Sport- und Freizeitunfälle, welche direkt bei den Patienten Kosten verursachen!

Richtig abgesichert? Als Fördermitglied der Bergrettung auf jeden Fall!

"Die Bergungskosten und die Kosten der Beförderung bis ins Tal werden bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik nicht ersetzt", heißt es eindeutig und unmissverständlich in Paragraph 131, Absatz 4 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes. Gerade in den Bergen können die Rettungskosten schnell einmal mehrere tausend Euro ausmachen – eine zusätzliche finanzielle Belastung zu den Schmerzen nach einem Unfall. Ob Versicherung über die Bergrettung, ÖAMTC, Kreditkarte, Unfallversicherung oder Sportverein: Wichtig ist die Klausel der Deckung der Bergungskosten, denn diese Kosten können sonst gar nicht oder nur teilweise gedeckt sein. Die Bergrettung empfiehlt sich genau zu informieren, um sicherzugehen, welche Leistungen abgedeckt sind - im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Versicherer. Eine günstige Möglichkeit ist eine Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung. Ab 28 Euro jährlich hat die ganze Familie (!) für Such- und Bergungskosten vorgesorgt.