Schutzhelm bei Skitouren

Bergrettung empfiehlt Helm zur Standartausrüstung bei Skitouren.

Helme schützen auch abseits der Skipiste vor schweren Kopfverletzungen, wenn sie auch getragen werden. Die Bergrettung Vorarlberg empfiehlt Helme in jedem Gelände zu tragen, unabhängig vom Fahrkönnen.

Der tragische Unfalltod einer Skitourengeherin in Warth vergangene Woche, lässt neue Diskussionen über den Schutz durch Skihelme aufkeimen. Wenige Minuten nach dem Unfall war der Notarzthubschrauber Gallus1 vor Ort. Die Kopfverletzungen waren so schwer, dass die Alpinistin, trotz intensiver Bemühungen, nicht mehr gerettet werden konnte. Sie verstarb kurz darauf auf der Intensivstation im Landeskrankenhaus Feldkirch.

Sturzfolgen können schwerwiegende Folgen haben

Aus aktuellem Anlass warnt die Bergrettung Vorarlberg vor Skitourenabfahrten ohne Helm. Auf der Piste weit verbreitet, ist der Helm auch im freien Gelände eine einfache und effektive Möglichkeit schweren und tödlichen Kopfverletzungen vorzubeugen. "Das schützt nicht vor allen, aber meist vor schlimmeren Verletzungen", sagt Dr. Christian Bürkle, Landesarzt und Flugrettungsarzt der Vorarlberger Bergrettung. Durch den Helm wird Druck, der bei punktueller Gewalteinwirkung, wie zum Beispiel bei einem Sturz auf einen Stein, entsteht, auf eine größere Fläche des Kopfes verteilt. So vermeidet der Helm bei leichteren Gewalteinwirkungen folgenschwere Verletzungen. Internationale Studien bestätigen das.

Bergrettung empfiehlt Helm zur Standartausrüstung bei Skitouren

Die Anzahl schwerer Kopfverletzungen im Skisport auf der Piste sind rückläufig. Abseits gesicherter Pisten, besonders bei Skitourengehern, gehört der Helm nicht zur Standardausrüstung. Die Bergrettung Vorarlberg empfiehlt einen Schutzhelm zu jeder Skitour mitzunehmen. Das Risiko schwere Kopfverletzungen davonzutragen wird deutlich minimiert. Die Gründe für diese Empfehlung sind naheliegend: Im "freien Skiraum" gibt es keine präparierten Abfahrtsbereiche. Steine und Felsen unterhalb der Schneedecke bleiben unsichtbar - die Folgen eines Sturzes können schwerwiegend sein.

Der richtige Helm

Mit dem richtigen Helm ist viel für die Sicherheit getan. "Der Markt bietet zahlreiche Skitourenhelme, die sämtliche Voraussetzungen wie CE-Zertifizierung, Wärmeerhaltung, niedriges Gewicht und eine ansprechende Optik erfüllen", so Notfallmediziner Christian Bürkle. Beim Kauf ist auf die perfekte Passform zu achten - nicht zu locker aber auch keine Druckstellen sind Merkmale, die zu berücksichtigen sind. Auch Gewicht und Volumen sind entscheidend - mehr als 500 Gramm sollte ein Helm nicht wiegen. Für den Transport des Helms eignen sich Rucksackmodelle mit Helmhalterung. Gleichermaßen ist es wichtig, die Skibrille zu prüfen, ob sie "helmtauglich" ist.