Grünes Kreuz für Bergretter

Schrunser Bergretter mit Grünem Kreuz geehrt

Eine der höchsten Auszeichnungen des Alpenvereins hat Bergretter Rainer Schuchter verliehen bekommen. Das Grüne Kreuz gilt aufgrund der anspruchsvollen Auswahlkriterien als eine der renommiertesten Auszeichnungen im Bergrettungswesen.

Ing. Rainer Schuchter trat 1974 der Bergrettung Schruns-Tschagguns bei. Gleichzeitig sammelte er im Zuge vieler Bergtouren in den Ost- und Westalpen die Erfahrung, die ihn auch für extremste Einsätze qualifizierte. 1988 übernahm Rainer Schuchter die Funktion des Ortsstellenleiters, die er 25 Jahre mit viel Engagement ausübte. 1993 übernahm Rainer ebenfalls Funktionen auf Landesebene. So führt er seit 1994 das RFL-Referat und seit 2003 auch das Funk-Referat der Bergrettung Vorarlberg.

Einen Einsatz von Rainer Schuchter begleitete auch ein kleines Wunder. Im Bereich der Alpe Alpila unterhalb der Tschaggunser Mittagspitze wird ein Schweizer Ehepaar von einem Schneebrett erfasst. Während sich die Frau selbst befreien konnte, wurde ihr Ehegatte total verschüttet. Der Frau gelang es nicht, ihren Mann zu orten. Beide haben nämlich das LVS nicht eingeschaltet. Die Schweizerin stieg nun zu Fuß ab und alarmierte die Rettungskräfte. Nach ca. 1,5 Stunden konnte der Verschüttete von Rainer Schuchter und seinem Team in einem Meter Tiefe lebend gefunden werden. Aufgrund einer Schneescholle hatte er ausreichend Luft und konnte nur leicht unterkühlt, allerdings mit schweren Beinverletzungen geborgen werden.

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Die Bergrettung Vorarlberg gratuliert Rainer Schuchter zu seinen außergewöhnlichen Leistungen rund um die Bergrettung und zu dieser besonderen Auszeichnung!

Strenge Kriterien bei der Vergabe des Ehrenzeichens

Seit 93 Jahren verleiht der Österreichische Alpenverein das Grüne Kreuz, welches eines der höchsten Auszeichnungen für Bergretter ist. Besondere, schwierige Bergungen, bergsteigerische Kompetenz und Einsatzbereitschaft werden mit dieser Auszeichnung honoriert. Voraussetzung dafür sind mehrmalige, außerordentlich schwierige alpine Rettungen oder Bergungen, wobei eine deutliche Überschreitung der durchschnittlichen Pflichterfüllung gegeben sein muss. In den 93 Jahren seit Einführung des Grünen Kreuzes wurden erst 501 Personen damit ausgezeichnet.