71. Landesversammlung

71. Landesversammlung der Vorarlberger Bergrettung in Gantschier

In Bartholomäberg/Gantschier wurde am 11. Mai die 71. Landesversammlung des Österreichischen Bergrettungsdienstes Land Vorarlberg im Beisein der Repräsentanten des Vorarlberger Bergrettungswesens und zahlreichen Ehrengästen abgehalten.

"Hinter dem hohen Sicherheitsniveau, das Vorarlberg ausweist, stehen viele engagierte Menschen, die im Dienste der Bürgerinnen und Bürger Tag für Tag unverzichtbare Arbeit leisten, dies sehr oft freiwillig und mit großem Engagement", so Landesrat Christian Gantner in seiner Laudatio bei der 71. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg. Rund 1.300 freiwillige Rettungskräfte stehen für professionelle Hilfe in unwegsamen Gelände zu jeder Tageszeit bereit.

Weniger Einsatzstunden aber mehr Einsätze
"Motivation, hohe Leistungsfähigkeit sowie eine zeitgemäße Infrastruktur und moderne Ausrüstung helfen dabei, auch kritische Situationen und Notfälle erfolgreich zu meistern", so Landesleiter Martin Burger. Neben den zahlreichen Flugrettungseinsätzen wurden 2018 bei 806 bodengebundenen Einsätzen fast ebenso viele Personen gesucht, geborgen, versorgt und ins Tal gebracht. Damit dies auch weiterhin gut funktioniert, wird die Finanzgebarung der Bergrettung jährlich einer strengen Prüfung unterzogen. "Für große Vereine, so auch die Bergrettung, erfolgt dies verpflichtend durch einen externen Wirtschaftsprüfer", erklärt Finanzreferent Jürgen Bürkle. Vieraugenprinzip, doppelte Buchhaltung und ein erweiterter Jahresabschluss sind obligatorisch. "Auf Grund der hervorragenden Arbeit in der Geschäftsstelle und von den Ortsstellenkassieren, erhielt die Bergrettung auch 2018 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers", so der Finanzreferent.

Vorausschauend in die Zukunft
"Die Bergrettung Vorarlberg steht gut da, sowohl finanziell, wie auch personell", so Landesleiter Martin Burger. Damit dies so bleibt, wird sich die Bergrettung auch in Zukunft nicht auf den erworbenen Lorbeeren ausruhen, sondern in Aus- und Weiterbildung ihrer Mitglieder und die Anschaffung moderner Ausrüstung, sowie Information und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung investieren.
Durch den Abend führte in charmanter und geistreicher Weise Martina Rüscher, Vizepräsidentin des Vorarlberger Landtages. Sie bat, neben zahlreichen Ehrengästen aus Politik und von befreundeten Blaulichtorganisationen, auch verschieden zu ehrende Bergretter auf die Bühne zu einem kurzen Interview.

Gemeinsam sicher
Einer der Höhepunkte war die Wimpelübergabe zwischen Bergrettung und Polizei, bei der die Zusammenarbeit in weiten Bereichen unter dem Titel "Gemeinsam Sicher" besiegelt wurde. Nach kurzweiligen eineinhalb Stunden endete die Versammlung unter großem Applaus des Auditoriums. Damit war der Abend jedoch nicht zu Ende. Bei einem Buffet und bestens mit Getränken versorgt von den Gantschierner Hexen, gab es noch so manches anregende oder lustige Gespräch zwischen Bergrettern und Ehrengästen. Und wie könnte es anders sein - es wurden auch schon Pläne für zukünftige Projekte geschmiedet.