Felskurs Gebietsstelle Walgau

Der Felskurs der Gebietsstelle Walgau wurde am 15. und 16. Juni im Brandnertal abgehalten. Mit der Schattenlaganthütte konnte der ideale Stützpunkt für den zweitägigen Sommerkurs gefunden werden.

Am Samstag in der Früh wurden die 15 Teilnehmer in 4 Gruppen aufgeteilt und in weiterer Folge ging es zum Klettergarten bei der Totalphütte. In Gruppen wurden zunächst die Grundlagen der Knoten- und Seilkunde wiederholt. Danach ging man auf zentrale Punkte, wie Standplatzbau und Sicherungstechniken ein. Nach dem Motto: "Was wäre ein Sommerkurs ohne Flaschenzug" haben auch wichtige Themen der behelfsmäßigen Rettungstechnik ihren Platz gefunden. Abschließend konnte man noch seine Kletterfähigkeiten in den gut eingerichteten Mehrseillängentouren unter Beweis stellen.

Am späteren Nachmittag wurde eine große Einsatzübung im Klettergarten bei der Lünersee Talstation abgehalten. Ein Klettersteiggeher hatte sich durch Steinschlag schwer verletzt. In der Mitte des Klettersteiges in gut 40 Meter Höhe hat er schwere Schädelverletzungen erlitten und musste versorgt und abtransportiert werden. Sofort stiegen Rettungssanitäter zur Erstversorgung an. Die Motorwinde wurde oben in Position gebracht und eine 100 Meter lange Seilbahn wurde eingerichtet. Ein Retter mit der Trage wurde hochgezogen. Nachdem der Patient in die Trage eingelagert wurde, konnte er abgeseilt und sicher zum Auto transportiert werden.

Am Sonntag konnte einleitend ein interessanter Fachvortrag aus dem Technikreferat von Reinhard genossen werden. Auf wichtige Punkte der Materialpflege und Materialprüfung wurde eingegangen. Im Anschluss konnte von Leander die neue Gebirgstrage von Tyromont präsentiert werden.

Danach wurde im Stationsbetrieb in kleinen Gruppen gearbeitet.
So wurde die neue Trage und andere Tyromont Produkte wie das Zweibein auf Herz und Nieren getestet. In einer anderen Station wurde von Manfred ein neuer Funkhelm vorgestellt mit dem es möglich ist ein Bluetooth-Funksystem mit bis zu 4 Geräten aufzubauen. Reinhard konnte dann noch Geräte aus dem Industriekletterbreich vorstellen. In der letzten Station ging es nochmals an den Fels. Erneut musste eine verletzte Person aus einer Felswand mittels Trage geborgen werden.

Ein großer Dank gebührt dem Hütten-Team Heike und Ernst, die uns praktisch rund um die Uhr versorgt haben.

Allen mitwirkenden Ausbildern und Referenten sollte an dieser Stelle auch nochmals ein Dank ausgesprochen werden.

Der Kursleiter
Roland Jochum