Alpinmedizinischer Grundkurs

Am 10. und 11. April 2021 fand der Alpinmedizinische Grundkurs der Bergrettung Vorarlberg statt. Dieses Wochenende bildete den Nachholtermin des durch Corona aufgeschobenen Praxisteils.

Aufgrund der nach wie vor anhaltenden Corona Pandemie, führten wir jeden Morgen mit allen Kandidaten einen Corona-Antigen-Selbsttest durch. Die Kandidaten mussten ein ausgearbeitetes Hygienekonzept unterschreiben und diese Einverständniserklärung zu Kursbeginn abgeben.
Alle Kandidaten sind dazu aufgefordert worden während des ganzen Kursbetriebes eine FFP2 Maske zu tragen, was reibungslos funktioniert und keinerlei Probleme dargestellt hat.

Kursleiter Bischof Dieter mit seinem Referenten Team, Schäfer Christoph, Konzett Christopher, Dr. Linzmeier Klaus und Patrick Moosbrugger, fanden auf 3 halbe Tage aufgeteilt, 29 top motivierte Kandidaten vor, die an diesem Wochenende anhand eines Stationsbetriebes die ersten Praxisschritte in den medizinischen Bereich der Bergrettung Vorarlberg machten. Dem ganzen gingen im Herbst vergangenen Jahres schon 6 Online-Schulungen bzw. Fachvorträge voraus. Auf diesen beruhend und dem vorausgesetzten 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs basierend, führten wir auch das Programm unseres Stationsbetriebes durch.

Der Kursablauf stellte sich so zusammen, dass wir an 3 halben Tagen mit 3 Gruppen 4h Praxiseinheit anhand eines Stationsbetriebes abhielten. Am Samstagvormittag waren 11 Kandidaten, am Nachmittag 9 Kandidaten und am Sonntagvormittag auch 9 Kandidaten zu referieren.
Diese Gruppen wurden pro halben Tag jeweils wieder auf 3 Kleingruppen aufgeteilt, die somit 3er und 4er Gruppen bildeten und in dieser Zusammenstellung den Stationsbetrieb durchliefen.

Unser Stationsbetrieb stellte sich aus folgenden 3 Stationen zusammen:

  • Station 1 - Traumatologie
  • Station 2 - Internistisch
  • Station 3 - Reanimation

Bei der ersten Station ging es um verschiedene Medizinische Produkte, die es galt kennen zu lernen. Tourniquet, Israeli-Bandage, Stifneck, Traumacheck, Schaufeltrage, Vakuum Matratze, etc. Anschließend durften die Kandidaten ein Trauma Szenario abarbeiten, welches so gestellt wurde, dass all diese Dinge zur Anwendung kamen.

Bei der zweiten Station ging es um Internistische Notfallgeschehen. ACS-Symptomatik, Schlaganfall, Hypoglykämie, Hypothermie, etc. Hierzu wurde nochmals wiederholend das ABCDE Schema angesprochen und mit den Kandidaten durchgearbeitet, welches sie dann auch bei den anstehenden internistischen Fallbeispielen zur Anwendung brachten.

Bei der dritten Station ging es um die Reanimation. Bei dieser Station wurden die Kandidaten auf den Defi und den Sauerstoff eingeschult, sowie ihnen das richtige Handling mit Masken-Beutel Beatmung nähergebracht. Ebenfalls wurde hier auf den Notfallcheck eingegangen und dieses separat nochmal geschult. Diese Elemente zusammengefasst führten dazu, dass der gesamte Reanimations-Algorhythmus durchbesprochen und anschließend durchgeführt wurde. Abschließend wurde dies anhand eines Reanimationszyklus in der „zweihelfer-Methode“ von jedem Kandidaten zu zweit durchgeführt und geübt.

Das Feedback der Kandidaten bei der abschließend folgenden Abschlussbesprechung war ausnahmslos sehr positiv und trotz der leicht verkürzten und „abgespeckten“ Durchführung des Praxisteils der Ausbildung, kamen alle Kandidaten auf Ihre Kosten. Mit dem Abschiedsgeschenk einer PoketMask vom Kernteam und der Bergrettung Vorarlberg, einigen Schlussworten meinerseits mit Danksagungen und Vorausschau weiterer Ausbildungsmöglichkeiten im technischen wie im medizinischen Bereich, schloßen wir den Alpinmedizinischen Grundkurs ab.

Bischof Dieter
Kursleiter

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